Kann man für den Kauf eines LoL-Accounts gebannt werden?

KURZE ANTWORT
Der Kauf eines League-of-Legends-Accounts verstößt gegen Riots Nutzungsbedingungen. In der Praxis wird ein Account aber nicht wegen des Kaufs gebannt, sondern wegen der Art, wie er gespielt wird. Riots Maßnahmen, einschließlich des Anti-Cheat-Systems Vanguard, richten sich gegen Cheats, Skripte, Bot-Farmen und Boosting. Ein handgelevelter Account, den du absicherst und selbst spielst, hält das Risiko gering; das eigentliche Risiko steckt in gebotteten Accounts und in Accounts mit auffälliger Vorgeschichte. Verlässliche öffentliche Daten zur Bannrate gibt es nicht, also begegne genauen Prozentangaben mit Vorsicht.
Hier erfährst du, was Riots Regeln sagen, worauf Riots Maßnahmen und Vanguard wirklich abzielen, was im DACH-Raum wichtig ist und wie du dein Risiko gering hältst. Das Gesamtbild inklusive Betrug durch Verkäufer findest du unter Ist es sicher, einen LoL-Account zu kaufen? Riots Regeln stehen in den Nutzungsbedingungen.
Was Riots Regeln sagen
Laut Riots Nutzungsbedingungen darfst du deinen Riot-Account weder verkaufen noch kaufen, übertragen oder teilen. Ein gekaufter Account liegt also außerhalb der Regeln, egal bei wem du ihn kaufst. In der Praxis zielen Riots Maßnahmen aber auf Verhalten, das dem Spiel schadet, und nicht darauf, wem ein Account gehört: Einen handgelevelten Account zu kaufen und dich von einem neuen Gerät einzuloggen, ist nicht das, wofür Accounts gebannt werden. Was tatsächlich zu Sperren führt, liest du unten.
Wogegen Riot vorgeht
Riots automatisierte Systeme sind auf Verhalten ausgerichtet, das dem Spiel schadet. Diese Muster führen am häufigsten zu Sperren:
- Gebottete Accounts – Accounts, die mit automatisierter Software gelevelt wurden, oft in großen Mengen. Sie können noch lange nach dem Verkauf gebannt werden, wenn eine ganze Gruppe solcher Accounts auffliegt.
- Boosting und Account-Sharing – jemand anderes als der Besitzer spielt Ranked auf dem Account, meist gegen Bezahlung. Riot bestraft Boosting, deshalb ist ein Rang, den jemand anderes erspielt hat, eher eine Belastung als ein Verkaufsargument.
- Cheats und Skripte – werden von Vanguard erkannt, das Riot im Mai 2024 in League eingeführt hat und das auch Hardware-Sperren nach sich ziehen kann.
- Toxisches und spielzerstörendes Verhalten – wird über Meldungen und Strafen geahndet, die sich schrittweise verschärfen.
Nichts davon hat damit zu tun, wem der Account gehört. Ein handgelevelter Account, den sein neuer Besitzer ganz normal spielt, fällt unter keinen dieser Punkte. Die Vergangenheit eines Accounts wandert aber mit, deshalb prüfst du als Erstes seine Historie.
Was Riot Vanguard tatsächlich erkennt
Riot Vanguard, das Anti-Cheat-System auf Kernel-Ebene, ist in League of Legends seit Patch 14.9 im Mai 2024 aktiv. Es sucht nach Cheats, Skripten und anderen Drittanbieter-Tools, die ins Spiel eingreifen, und Riot nutzt es für Account-Sperren und gegen Cheater auch für Hardware-Sperren. Ein Werkzeug, um nachzuweisen, wem ein Account gehört, ist es nicht: Ein Login von einem neuen PC oder Ort kommt bei jedem Spieler früher oder später vor, etwa nach einem PC-Upgrade oder Umzug.
Für Käufer sind die Vanguard-Regeln damit einfach: Nutze keine Cheats, Skripte oder Makro-Tools und kauf keinen Account, auf dem so etwas benutzt wurde. Eine Markierung wegen Cheatens bleibt auch nach dem Verkauf am Account hängen.
Was einen gekauften Account riskanter macht
- Eine gebottete Vorgeschichte. Lange Serien identischer Bot-Spiele und ein winziger Champion-Pool sind genau die Spuren, nach denen Riots Systeme suchen.
- Eine auffällige Vergangenheit. Frühere Cheats, Boosting oder Strafen bleiben auch nach dem Verkauf am Account.
- Was du nach dem Kauf machst. Cheats, Skripte, Makro-Tools oder ein bezahlter Booster führen zu Maßnahmen gegen den Account, egal wie sauber er gelevelt wurde. Das liegt ganz bei dir.
- Keine Original-E-Mail. Kein direktes Bann-Risiko, aber der Verkäufer kann den Account dann zurückholen, und genau so verlieren Käufer ihren Account am häufigsten.
Tipps für Käufer aus dem DACH-Raum
Kaufst du aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz, prüf vorher diese Punkte:
- Server. Im DACH-Raum spielt man LoL auf EUW, teils auf EUNE. BuyAccount listet EUW- und EUNE-Accounts; der Server steht im Titel des Angebots. Ein Serverwechsel ist nicht immer möglich.
- Bezahlung. Der Checkout läuft in US-Dollar. Viele Banken berechnen für Kartenzahlungen in Fremdwährung ein Auslandseinsatzentgelt; prüf die Konditionen deiner Bank. Krypto wird ebenfalls akzeptiert.
- Kleinanzeigen, Discord und Instagram-DMs. Accounts von dort kommen meist ohne Treuhand und ohne jeden Käuferschutz.
- Booster. Wer seinen Account einem Booster überlässt, betreibt Account-Sharing, und das bestraft Riot.
Bei Problemen hilft der Riot-Support auf Deutsch. Er entscheidet aber anhand der Account-E-Mail, wem der Account gehört, also ändere zuerst die E-Mail.
So hältst du dein Bann-Risiko gering
- Wähle handgelevelte Accounts und lass dir einen Screenshot des Match-Verlaufs zeigen; mehr dazu unter handgelevelte vs. gebottete LoL-Accounts.
- Kauf mit Treuhandzahlung und Käuferschutz, damit ein früh auftauchendes Problem erstattet werden kann.
- Sichere den Account sofort ab: zuerst das E-Mail-Postfach, dann Riot-Passwort, Account-E-Mail und Zwei-Faktor-Authentifizierung. Unsere Checkliste nach dem Kauf führt dich durch alle Schritte.
- Nutze niemals Cheats, Skripte oder Makro-Tools, bezahl nie für Boosting und teile den Account nie mit einem Booster. Genau das führt zuverlässig zu Sperren, ob gekauft oder nicht.
- Meide Accounts mit geboostetem Rang. Ein Rang, den jemand anderes für den Vorbesitzer erspielt hat, sinkt meist, sobald du selbst spielst, und er bringt eine Boosting-Historie mit, die du lieber nicht erbst.
Was passiert, wenn dein Account doch gebannt wird?
Mach einen Screenshot der Bann-Meldung. Was du zurückbekommst, hängt davon ab, wo du den Account gekauft hast. Bei BuyAccount deckt der Käuferschutz Accounts ab, die ein früherer Besitzer zurückholt, die beim Kauf bereits gebannt waren oder gar nicht existieren: Eröffne innerhalb von 14 Tagen über die Bestellseite einen Streitfall und hänge den Screenshot an. Sperren wegen eigener Cheats, Skripte oder toxischer Chatnachrichten nach dem Kauf sind nicht abgedeckt. Direkte Deals über Discord oder Social Media bieten meist überhaupt keinen Schutz.
Häufig gestellte Fragen
Verstößt der Kauf eines LoL-Accounts gegen Riots Regeln?
Ja. Riots Nutzungsbedingungen verbieten den Kauf, den Verkauf und das Teilen von Accounts. In den meisten Ländern ist das ein Vertragsverstoß und keine Straftat (siehe Ist es legal, Game-Accounts zu verkaufen?). In der Praxis richten sich Riots Maßnahmen gegen Cheats, Skripte, Bot-Farmen und Boosting, nicht gegen einen handgelevelten Account, den sein neuer Besitzer normal spielt.
Wie hoch ist die Bannrate bei gekauften LoL-Accounts?
Eine verlässliche öffentliche Zahl gibt es nicht. Riot veröffentlicht keine, und Prozentangaben von Verkäufern lassen sich nicht überprüfen. Klar ist: Sperren hängen davon ab, wie ein Account gelevelt und gespielt wurde. Gebottete und bereits auffällig gewordene Accounts tragen das größte Risiko, und Cheaten oder Boosting nach dem Kauf ist der sicherste Weg, einen Account zu verlieren.
Kann Riot meinen Main-Account bannen, wenn ich einen zweiten kaufe?
Riot hat nicht veröffentlicht, wie es Accounts miteinander verknüpft, und Sperren treffen in der Regel den Account, der gegen die Regeln verstoßen hat. Am sichersten ist es, beide Accounts sauber zu halten und keinen davon zu teilen.
Führt eine Änderung von E-Mail und Passwort zum Bann?
Die eigenen Sicherheitsdaten zu ändern, ist normale Account-Pflege. Das allein führt zu keinem Bann und ist unverzichtbar, damit der Verkäufer den Account nicht zurückholen kann.
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