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Ist es sicher, einen LoL-Account zu kaufen?

Marcus ChenVeröffentlicht am Aktualisiert 9 Min. Lesezeit
Titelbild zu „Ist es sicher, einen LoL-Account zu kaufen?“

KURZE ANTWORT

Mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen ist es ziemlich sicher, aber nie ganz ohne Risiko. Der Kauf oder Verkauf eines Accounts verstößt gegen Riots Nutzungsbedingungen, doch Riots Maßnahmen, einschließlich des Anti-Cheat-Systems Vanguard, zielen darauf, wie Accounts gespielt werden (Cheats, Skripte, Bot-Farmen und Boosting), und nicht auf Käufer, die einen handgelevelten Account ganz normal spielen. Die praktischen Risiken sind ein Verkäufer, der sich den Account über die Original-E-Mail zurückholt, und ein gebotteter oder bereits auffällig gewordener Account. Treuhand, voller Zugriff auf die E-Mail, ein handgelevelter Account und sofortiges Absichern halten beide Risiken gering.

Dieser Guide erklärt die zwei Risiken, die Käufer eines LoL-Accounts umtreiben – eine Sperre durch Riot und Betrug durch den Verkäufer –, woher sie wirklich kommen, was Vanguard tut und was nicht und mit welchen Schritten du beide gering hältst. Riots eigene Regeln stehen in den Nutzungsbedingungen; unsere Schutzleistungen findest du auf der Seite Käuferschutz.

Was bedeutet „sicher“ beim Kauf eines LoL-Accounts?

Es gibt zwei getrennte Risiken mit unterschiedlichen Gegenmitteln:

  1. Bann-Risiko – Riot sperrt den Account vorübergehend oder dauerhaft, meist wegen der Art, wie er gelevelt oder gespielt wurde.
  2. Betrugsrisiko – der Verkäufer nimmt dein Geld, ohne zu liefern, oder holt sich den Account zurück, nachdem du bezahlt hast.

Beides hast du weitgehend selbst in der Hand. Das Betrugsrisiko hängt davon ab, wie du bezahlst und ob du die Original-E-Mail bekommst; das Bann-Risiko hängt von der Vorgeschichte des Accounts ab und davon, wie du ihn spielst.

Bann-Risiko: Was macht Riot tatsächlich?

Riots Nutzungsbedingungen verbieten den Verkauf, den Kauf und das Teilen von Accounts. In der Praxis konzentrieren sich Riots Maßnahmen aber auf Botting, Cheating und Boosting, nicht auf Käufer, die einfach den gekauften Account spielen. Verlässliche Bannraten für gekaufte Accounts veröffentlicht niemand, sei also skeptisch, wenn jemand genaue Prozentangaben nennt. Bekannt ist Folgendes:

  • Riots Systeme zielen darauf, wie ein Account gespielt wird. Gebottete Accounts, Cheats, Skripte und Accounts, die mit Boostern geteilt werden, sind genau die Muster, für die sie gebaut sind. Einen handgelevelten Account zu kaufen und dich von einem neuen Gerät einzuloggen, gehört nicht dazu.
  • Die Vorgeschichte eines Accounts wandert mit. Wurde er gebottet, geboostet oder auffällig, bevor du ihn gekauft hast, erbst du dieses Risiko. Prüf deshalb vor dem Bezahlen den Match-Verlauf.
  • Was du nach dem Kauf machst, liegt bei dir. Cheats, Skripte, Makro-Tools oder ein bezahlter Boosting-Service führen zuverlässig zu Sperren, egal wem der Account gehört, also lass die Finger davon.

Wie Sperren genau zustande kommen, liest du in Kann man für den Kauf eines LoL-Accounts gebannt werden?

Was Vanguard tut und was nicht

Riot Vanguard, das Anti-Cheat-System auf Kernel-Ebene, ist in League of Legends seit Patch 14.9 am 1. Mai 2024 aktiv. Es soll Cheats und Skripte erkennen, und Riot verhängt damit inzwischen neben Account-Sperren auch Hardware-Sperren gegen Cheater. Ein Werkzeug, um nachzuweisen, wem ein Account gehört, ist es nicht. Für Käufer sind die Vanguard-Risiken simpel: Nutze keine Cheats, Skripte oder Makro-Tools und kauf keinen Account, auf dem so etwas benutzt wurde.

Handgelevelt oder gebottet: So erkennst du den Unterschied

Gebottete Accounts zeigen oft lange Serien nahezu identischer Bot-Spiele, einen winzigen Champion-Pool und unnatürliche Sitzungslängen. Handgelevelte Accounts zeigen abwechslungsreiche Spielmodi, Champions und Ergebnisse. Lass dir vom Verkäufer einen aktuellen Screenshot des Match-Verlaufs geben und lies in unserem Guide zu handgelevelten vs. gebotteten Accounts, worauf du achten musst.

Betrugsrisiko: So wirst du nicht abgezockt

Betrug ist auf unregulierten Kanälen wie Discord, Reddit oder Social-Media-DMs viel häufiger als auf Marktplätzen mit Treuhand. Auch Accounts von Kleinanzeigen oder aus Instagram-DMs kommen meist ohne Treuhand und ohne jeden Käuferschutz. Die zwei Klassiker:

  • Keine Lieferung – der Verkäufer kassiert und schickt nie funktionierende Zugangsdaten.
  • Rückholung – der Verkäufer übergibt den Account und holt ihn sich dann mit der Original-E-Mail über den Riot-Support zurück.

So geht BuyAccount mit beidem um:

  • Jeder Account kommt mit vollem Zugang zur Original-E-Mail, damit du den Verkäufer aussperren kannst.
  • Deine Zahlung wird treuhänderisch verwahrt, bis du bestätigst, dass der Account funktioniert.
  • Jede Bestellung hat 14 Tage Käuferschutz: volle Rückerstattung oder Ersatz, wenn der Verkäufer den Account zurückholt, der Account falsch beschrieben oder nicht geliefert wurde oder innerhalb von 14 Tagen wegen Verstößen aus der Zeit vor dem Verkauf gesperrt wird. Sperren durch eigene Cheats, Skripte oder toxischen Chat nach dem Kauf sind nicht abgedeckt.

Was du direkt nach dem Kauf eines LoL-Accounts tun solltest

  1. Log dich zuerst in die mitgelieferte E-Mail ein. Ändere ihr Passwort, aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung und entferne die Wiederherstellungsnummer oder -adresse des Verkäufers.
  2. Ändere das Riot-Passwort auf account.riotgames.com.
  3. Ändere die E-Mail des Riot-Accounts auf eine Adresse, die nur du kontrollierst.
  4. Aktiviere Riots Zwei-Faktor-Authentifizierung.
  5. Prüf, ob der Account zum Angebot passt – Rang, Champions, Skins, Blaue Essenz und Server –, bevor du die Bestellung bestätigst. Für Spieler aus dem DACH-Raum ist der Server meist EUW, teils EUNE; achte schon im Titel des Angebots darauf, denn ein Serverwechsel ist nicht immer möglich.
  6. Spiel ganz normal – keine Drittanbieter-Tools und keine Boosting-Services. Cheats, Skripte und Boosting führen zuverlässig zu Sperren. Wer den Account einem Booster überlässt, betreibt Account-Sharing, und auch das bestraft Riot.

Unsere spielübergreifende Checkliste Was nach dem Kauf eines Game-Accounts zu tun ist und der Guide zum Aktivieren von 2FA führen dich durch jeden Schritt.

Wenn etwas schiefgeht: deine Optionen

Der Verkäufer versucht, den Account zurückzuholen

Die Wiederherstellung läuft über die E-Mail des Accounts, deshalb ist es so wichtig, zuerst dieses Postfach zu übernehmen. Auch der Riot-Support auf Deutsch entscheidet anhand der Account-E-Mail, wem der Account gehört. Verlierst du den Zugriff, kontaktiere umgehend mit Screenshots den Support der Plattform. Bei BuyAccount deckt der Käuferschutz eine Rückholung durch den Verkäufer innerhalb der Schutzfrist ab.

Der Account wird kurz nach dem Kauf gebannt

Mach einen Screenshot der Bann-Meldung und eröffne innerhalb von 14 Tagen über deine Bestellung einen Streitfall. Der Käuferschutz deckt Accounts ab, die ein früherer Besitzer zurückholt oder die sich als beim Kauf bereits gebannt oder nicht existent herausstellen; Sperren durch eigene Cheats, Skripte oder toxischen Chat nach dem Kauf sind nicht abgedeckt.

Der Account entspricht nicht dem Angebot

Falscher Rang, fehlende Skins oder weniger Champions als angegeben: Eröffne einen Streitfall mit Screenshots vom Angebot und vom tatsächlichen Account, bevor du die Bestellung bestätigst.

Häufig gestellte Fragen

Kann Riot erkennen, dass ich einen Account gekauft habe?

Riot veröffentlicht nicht, wie es einen Besitzerwechsel erkennen würde, und Logins von neuen Orten und Geräten sind für jeden Spieler normal. Vanguard sucht nach Cheats, Skripten und Makro-Tools, nicht danach, wem der Account gehört. Entscheidend sind die Vorgeschichte des Accounts (Botting, Boosting oder Markierungen wegen Cheatens) und was du darauf machst: Kauf also handgelevelt, sichere den Account ab und spiel ihn selbst.

Wie hoch ist die Bannrate bei gekauften LoL-Accounts?

Eine verlässliche öffentliche Zahl gibt es nicht, und Behauptungen über genaue Bannraten solltest du mit Vorsicht genießen. Klar ist: Gebottete und bereits auffällig gewordene Accounts tragen das größte Risiko, während ein handgelevelter Account, den du absicherst und normal spielst, es gering hält.

Ist der Kauf eines LoL-Accounts legal?

In den meisten Ländern ist der Kauf eines Game-Accounts keine Straftat, verstößt aber gegen Riots Nutzungsbedingungen, also einen Vertrag zwischen dir und Riot. Riots Maßnahmen richten sich zudem gegen Cheats, Skripte, Bots und Boosting, nicht gegen einen Besitzerwechsel. Unser Guide Ist es legal, Game-Accounts zu verkaufen? erklärt den Unterschied.

Was, wenn mein gekaufter Account gebannt wird?

Mach einen Screenshot der Bann-Meldung und eröffne innerhalb von 14 Tagen über die Bestellseite einen Streitfall. Der Käuferschutz von BuyAccount bietet eine volle Rückerstattung oder einen Ersatz für Accounts, die ein früherer Besitzer zurückholt, die beim Kauf bereits gebannt waren oder nicht existieren; Sperren durch eigene Cheats, Skripte oder toxischen Chat nach dem Kauf sind nicht abgedeckt.

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